„ KUNST HAT DIE AUFGABE WACHZUHALTEN,
WAS FÜR UNS MENSCHEN SO VON BEDEUTUNG UND NOTWENDIG IST. ”

– MICHELANGELO –

Kunstverein Hamm e.V.

Entstehung, Zielsetzung und Entwicklung

Das Interesse an moderner Kunst hatte in Hamm stetig zugenommen. So fanden sich Bürger zusammen, um neue Kunst in der Stadt zeigen zu können und gründeten 1985 unter der Führung von P. Rosenberger und Dr. K.G. Rinsche unterstützt von der damaligen Oberbürgermeisterin Prof. S. Zech den Kunstkreis Hamm e.V.

Nach kurzer Zeit übernahm Dr. Rinsche den Vorsitz, im Verlauf der Jahre unterstützt u. a. von Frau U. Wolter, Frau Dr. M. Krau und Herrn K. Lewerentz. Im Jahr 1997 übernahm nach kurzer Führung von K. Lewerentz Prof. Dr. A. Otten den Vorsitz, ab 2007 mit Unterstützung des Ehepaars D. u .H. Füller bis 2016 Chr. Sandkühler den Vorsitz bis heute übernahm.

1998 erfolgte die Umbenennung von Kunstkreis in Kunstverein.

Selbstgestellte Aufgabe war die Organisation von Ausstellungen, die ursprünglich an unterschiedlichen Orten stattfanden, denn der Kunstverein hat keine eigenen Räumlichkeiten. Seit 1997 werden zweimal jährlich Ausstellungen im Oberlichtsaal des „Alten Museums“ ausgerichtet. Zusätzliche Sonderausstellungen fanden mit und im Maximilian-Park statt. Einige Ausstellungen wurden von Hammer Firmen unterstützt.

Die Liste der ausgestellten Künstler ist vielfältig, entsprechend auch die Themen. Arrivierte Namen sind darunter, aber auch unbekannte junge Kunstschaffende. Zu erwähnen ist hier eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der Kunstakademie Münster, mit Professoren wie mit Studierenden, v.a. Meisterschülern.

Jährlich wurden Jahresgaben angeboten: Graphiken, aber auch kleine Einzelwerke. Die erste Jahresgabe stellte Otmar Alt zur Verfügung.

Mit Unterstützung von Sponsoren (Volksbank, Sparkasse) wurde ein Kunstpreis für junge Künstler eingerichtet, ursprünglich alle zwei Jahre. Das ausgewählte Werk ging als Leihgabe des Kunstvereins an das Museum. Inzwischen ist daraus der Kunstpreis der Stadt Hamm geworden, der alle vier Jahre in Verbindung mit der Ausstellung „Hier und Jetzt“ vergeben wird.

Eine weitere regelmäßige Einrichtung war die „Sommerakademie“, in Zusammenarbeit mit dem Westfälischen Anzeiger (G. Sander), den Stadtwerken, Museum und Maximilian-Park. Jugendliche wurden von einem Künstler bei der Entwicklung ihrer entsprechenden Interessen angeleitet. Weil die Teilnehmerzahlen zurückgingen, wurde das Angebot eingestellt.

Außer den regelmäßigen Veranstaltungen gab es auch besondere Aktionen, z. B. Lesungen oder Musik im Rahmen der Ausstellungen, Herausgabe von Katalogen, Sicherung des Nachlasses von Erich Lütkenhaus (Kloster Brauweiler). Besondere Aufmerksamkeit bewirkten auch einige Installationen in der Pauluskirche (Lütkenhaus, von Crailsheim); Otmar Alts Schiffs-Skulptur Ekke Nekkepen, besonders die Segel von K. Kaiser in den Lippewiesen.